Völlig zurecht steht die derzeitige Ölpest im Atlantik im Zentrum der medialen Berichterstattung. Neben solchen gewaltigen und für reißerische Schlagzeilen geeigneten Katastrophen gehen kleinere Probleme meist klanglos unter. Dabei hat jenes menschengemachte Problem, von dem mir gestern ein befreundeter Tierliebhaber berichtete, durchaus Bild-Potential.
Bemerkenswert sind vor allem die Resultate, die das menschliches Handeln hier hervorbringt. Aber beginnen wir am Anfang der Kausalkette:
Unter anderem in Südafrika und Indien hat Wilderei in Elefantenherden zu einem Mangel an älteren und erfahrenen Elefantenbullen geführt. Die Rangordnung innerhalb der Herden verwischte dadurch erheblich. Ungestüme Jungtiere wurden und werden nicht mehr in ihre Schranken verwiesen. Eine Sozialisierung innerhalb der Herde – soweit der Begriff hier passt – findet nicht mehr in vollem Umfang statt. Angriffe und gewalttätige Verhaltensweisen von Elefanten sind deswegen in den letzten Jahren spürbar angestiegen. In diesem Zusammenhang steht wohl auch die zunehmende Zahl toter Nashörner. Immer häufiger werden diese von Elefantenbullen bestiegen. Dafür gibt es verschiedene Begründungen (der Jurist in mir verkneift sich hier von Theorien und Ansichten zu sprechen): so etwa Aggression, Trieb und Reviermarkierung. Eine genauere wissenschaftliche Untersuchung zu dem Thema scheint es noch nicht zu geben. Den dabei zugefügten Knochenbrüchen erliegen die Nashorndamen leider nicht nur in Einzelfällen.
(siehe zu dieser Problematik ausführlich diesen Artikel aus der New York Times).
Danke für den Hinweis an Marc.
Was haben die zwei Schafe im Titelbild verloren?
Jetzt kann man nachempfinden wie sich der Liebhaber von Beth Ditto fühlt.